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Abnahme und Verjährung

Rechtsfolgen beachten und mögliche Gegenmaßnahmen
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Bauabnahme und Verjährung

Sobald der Bauunternehmer beziehungsweise der Bauträger seine Arbeit fertiggestellt hat, verlangt er vom Bauherrn, die Bauleistung abzunehmen. Die Abnahme hat weitreichende Folgen, denn nun gilt die Umkehr der Beweislast und die Frist für die Verjährung von Mängelansprüchen. Vor der Abnahme muss der Bauunternehmer darlegen und beweisen, dass ein Mangel nicht besteht. Nach der Abnahme müssen Sie als Bauherren den Beweis antreten, dass ein Baumangel vorliegt und dieser vom Bauunternehmer zu vertreten ist.

Achtung: Umkehr der Beweislast

Vor der Abnahme muss der Bauunternehmer darlegen und beweisen, dass ein Mangel nicht besteht. Nach der Abnahme müssen Sie als Bauherren den Beweis antreten, dass ein Baumangel vorliegt und dieser vom Bauunternehmer zu vertreten ist. Die Abnahme stellt daher eine wichtige Zäsur dar. Neben der Umkehrung der Beweislast zulasten der Bauherren entstehen nun Ansprüche des Bauunternehmers auf den restlichen Werklohn. Auch beginnt nun die Verjährung Ihrer Rechte auf Beseitigung von Baumängeln.

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Verjährung Ihrer Ansprüche

Diese Frist für die Anzeige der Mängelrechte wird häufig auch als Gewährleistungsfrist bezeichnet. Nach dem Ablauf der Verjährung können Sie als Bauherr etwaige Ansprüche wegen Baumängel nicht mehr mit Erfolg geltend machen, da der Bauunternehmer sich auf die Verjährung dieser Ansprüche berufen kann.

Deshalb ist es besonders wichtig, dass spätestens bei der Abnahme eine fachgerechte Prüfung der Bauleistung, gegebenenfalls durch Hinzuziehung eines unabhängigen Sachverständigen erfolgt, damit Sie Ihre Rechte rechtzeitig wahrnehmen können.

Wenn Baumängel während der Bauphase oder im Rahmen der Abnahme festgestellt werden, müssen sie als Bauherr rechtzeitig eine sogenannte Mängelrüge gegenüber dem Bauunternehmer erklären. Denn der Bauherr muss von Ihnen über den Mangel informiert werden.

Verjährungsfrist

Die Dauer der Verjährung der Mängelansprüche kann gegebenenfalls vertraglich vereinbart werden. Wenn vertraglich nichts abweichend vereinbart ist, verjähren grundsätzlich die Mängelansprüche bei Werkleistungen bei einem Bauwerk in 5 Jahren ab der Abnahme. Die gesetzliche Verjährungsfrist ist angesichts der Nutzungsdauer von Häusern nicht angemessen. Einigen Sie sich bei der Ausarbeitung des Vertrags, auf eine deutlich längere Frist.

So verhindern Sie die Verjährung

Sobald Sie als Bauherr feststellen, dass die Gefahr der Verjährung ihrer Ansprüche besteht und der Bauunternehmer sich weigert, den Mangel zu beseitigen, müssen Sie rechtzeitig verjährungshemmende Maßnahmen ergreifen.
 
Dies kann zum Beispiel die Einleitung eines selbstständigen Beweisverfahrens, die Einreichung einer Klage oder das Verlangen an den Bauunternehmer zur Abgabe eines sogenannten Verjährungsverzichts sein.
 
Auch eine ernsthafte Verhandlung mit dem Bauunternehmer über den Baumangel und dessen Beseitigung kann ebenfalls eine verjährungshemmende Wirkung haben. Allerdings besteht eine Beweisproblematik für Sie, denn Sie müssen als Bauherr nachweisen, dass diese Verhandlungen von beiden Seiten ernsthaft betrieben wurden. Ferner ist zu beachten, dass nach dem Scheitern der Verhandlungen die Verjährungsfrist weiterläuft, sodass erneut die Verjährung Ihrer Ansprüche droht.

Rufen Sie uns an

Wie bieten an, Sie ab der Planung des Bauvorhabens bis zur Abnahme der Bauleistung zu begleiten. Falls trotzdem später Baumängel auftreten sollten, unterstützen wir Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegenüber dem Bauunternehmer. Wenn bereits eine Verjährung droht, setzen wir alles daran diese zu verhindern.