Jetzt beraten lassen!

030 23 62 00 90

Übertragung von Immobilien

Unter Auflagen verschenken statt zu vererben
Atas & Partner Rechtsanwälte > Erbrecht > Übertragung von Immobilien

Immobilien übertragen statt vererben

Viele Gründe sprechen dafür, eine Immobilie zu Lebzeiten zu übertragen, als diese zu vererben. Die Übertragung unterliegt keinem Pflichtteilsanspruch und meist ist eine erhebliche Steuerersparnis möglich.

Pflichteilsansprüche entfallen

Generell besteht großes Konfliktpotenzial, wenn es mehrere Erben gibt. Nur zu oft verkaufen Erbengemeinschaften das Haus, um den Erlös unter sich aufzuteilen. Streit um die Immobilie ist vorprogrammiert, wenn der Erblasser die Immobilie an eine bestimmte Person vererbt. Der Wert der Immobilie wird geschätzt und der Erbe, der sie erhält, muss die Miterben auszahlen.

Es nützt meist nichts, wenn der Erblasser einen Alleinerben bestimmt, denn Ehegatten, Kinder und unter Umständen Enkel haben einen Pflichtteilsanspruch. Der Anspruch führt leider in der Praxis oft dazu, dass die Immobilien verkauft werden muss. Anders kann der Erbe in der Regel diesen nicht auszahlen.

Eine Schenkung zu Lebzeiten unterliegt keiner Regel. Immobilienbesitzer können ihr Eigentum sogar Fremden schenken, ohne dass ein zukünftiger Erbe dies verhindern kann. Pflichtteilsberechtigte Angehörigen haben allerdings die Option in den ersten 10 Jahren nach der Schenkung einen Pflichtteilsergänzungsanspruch gelten zu machen. Dieser sinkt von 100 % des Pflichtteils sukzessive auf 10 % im 10. Jahr nach der Übertragung.

Wir prüfen Ihren Fall sofort

Sie können von uns schnell eine Ersteinschätzung Ihres Falls bekommen. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder vereinbaren Sie kurzfristig einen persönlichen Termin per Telefon : 030 23 62 00 90 - Jetzt anrufen & beraten lassen!

Steuerersparnis durch Schenkung

Wenn neben der Immobilie noch weitere Vermögenswerte zu vererben sind, ist eine Übertragung möglichst früh zu Lebzeiten sinnvoll.

Beispiel:

Der Erblasser besitzt

  • ein Haus im Wert von 300.000 Euro
  • ein Haus im Wert von 200.000 Euro
  • ein Grundstück im Wert von 100.000 Euro
  • Aktien im Wert von 200.00 Euro

Die Erbmasse beträgt also 800.000 Euro

Es gibt einen Sohn, der alles erben soll. Der Freibetrag, für den keine Schenkungs- oder Erbschaftsteuer anfällt, beträgt bei Kindern des Erblassers 400.000 Euro. Der Vater überträgt daher das Haus im Wert von 300.000 Euro und das Grundstück auf den Sohn. Es fällt keine Schenkungssteuer an.

Wenn der Vater frühestens 10 Jahre nach der Schenkung verstirbt, erbt der Sohn das restliche Vermögen steuerfrei.

Verschenken und weiter über die Immobilie verfügen

Jeder, der eine Immobilie überträgt, sollte einen ausgefeilten Übergabevertrag von einem Rechtsanwalt anfertigen lassen. Wichtige Vereinbarungen sind:
 
  • Rückforderungsrecht, falls ein bestimmtes Ereignis eintritt, beispielsweise Insolvenz des Beschenkten
  • Verbot die Immobilie zu verkaufen
  • Pflicht zu bestimmten Instandsetzungsmaßnahmen
  • Wohnrecht oder Nießbrauch
 
Während beim Wohnrecht der Schenkende lediglich das Recht behält, die Immobilie selbst zu bewohnen, verbleibt beim Nießbrauch ein umfassendes Nutzungsrecht. Er kann also ein Haus auch vermieten oder einer von ihm bestimmten Person ein Wohnrecht einräumen. Erst nach dem Tod des Schenkenden kann der Beschenkte frei über die Immobilie verfügen.

Noch Fragen zur Immobilienübertragung?

Rufen Sie uns an, wir garantieren eine kompetente Beratung, bei der wir alle menschlichen, familiären und steuerlichen Aspekte berücksichtigen. Wir setzen einen individuell für Sie maßgeschneiderten Vertrag auf.