Jetzt beraten lassen!

030 23 62 00 90

Unternehmens­nachfolge

Testament und Gesellschaftsvertrag anpassen
Atas & Partner Rechtsanwälte > Erbrecht > Unternehmens­nachfolge

Regelung der Unternehmensnachfolge ist ein komplexes Rechtsgebiet

Der Verkauf oder die Übertragung einer Firma oder von Firmenanteilen unterliegt nur wenigen Regeln. Anders sieht es aus, wenn eine Unternehmensnachfolge nach dem Tod des Inhabers in der eigenen Familie erfolgen soll.

Unterschied Übertragung zu Lebzeiten - Vererben

Wer alleiniger Eigentümer eines Unternehmens ist, kann es nach eigenem Ermessen verkaufen oder kostenlos übertragen. Die kostenlose Übertragung kann allerdings zu einem Pflichtteilsergänzungsanspruch führen.
Inhaber von Anteilen einer Gesellschaft müssen sich in der Regel nur an den Gesellschaftsvertrag halten. Keine gesetzliche Bestimmung schränkt die Handlungsfreiheit ein.

Anders sieht es im Erbfall aus, denn Erblasser und Erbe sind meist an das Handelsrecht (HGB) gebunden. Es verbietet sich von selbst, die Angelegenheit der gesetzlichen Erbfolge zu überlassen. Es bedarf einer klaren Regel im Testament, wer künftig mit allen Rechten und Pflichten für das Unternehmen handelt und welcher Ausgleich für den Erhalt der Firma an die Miterben zu leisten ist. Auch eventuelle Ansprüche auf einen Pflichtteil sind zu berücksichtigen.

Wir prüfen Ihren Fall sofort

Sie können von uns schnell eine Ersteinschätzung Ihres Falls bekommen. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder vereinbaren Sie kurzfristig einen persönlichen Termin per Telefon : 030 23 62 00 90 - Jetzt anrufen & beraten lassen!

Handelsrechtliche Vorschriften zur Firmennachfolge im Erbfall

  • Einzelunternehmen können die Firma ohne Einschränkung vererben, sie haben aber die Option die Fortführung des Unternehmens zu untersagen.
  • Bei einer BGB-Gesellschaft bestimmt § 727 BGB, dass die Gesellschaft durch den Tod eines Gesellschafters erlischt. Wer dies verhindern will, muss entsprechende Regelungen im Gesellschaftsvertrag treffen.
  • Anders sieht es bei der offenen Handelsgesellschaft (OHG) aus. § 131 HGB bestimmt, dass der verstorbene Gesellschafter mit Abfindungsanspruch ausscheidet. Der Anspruch gehört zum Nachlass. Im Gesellschaftsvertrag kann der Abfindungsanspruch ausgeschlossen oder beschränkt werden. Es besteht auch die Option, eine Nachfolgeklausel in den Gesellschaftsvertrag aufzunehmen. Sofern sich die verbliebenen Gesellschafter einig sind, können diese einer vom Verstorbenen gewünschten Nachfolge nach dessen Tod zustimmen.
  • Bei der Kommanditgesellschaft (KG) sieht das Gesetz für den voll haftenden Kommanditisten eine andere Verfahrensweise wie für nicht haftende Komplementäre vor. Für Letztere gelten die gleichen Regeln wie bei einer OHG. § 177 HGB bestimmt, dass die Erben eines Kommanditisten dessen Position in der Gesellschaft einnehmen. Abweichende Regelungen sind im Gesellschaftsvertrag möglich.
  • Die Geschäftsanteile einer GmbH sind nach § 15 GmbHG erblich, die Erben treten also mit allen Rechten und Pflichten an die Stelle des Verstorbenen. Allerdings kann die Satzung Bestimmungen enthalten, die dies gegen eine Entschädigung ausschließen. Die Anteile können beispielsweise eingezogen oder auf einen Dritten übertragen werden.
  • Aktien sind grundsätzlich frei vererblich. Es gibt keine Möglichkeiten dies einzuschränken oder auszuschließen.

Firmennachfolge im Detail festlegen

  • Um die Firma nicht durch hohe Zahlungen an die Erben oder einen unerwünschten Nachfolger zu gefährden, sollten Inhaber von Unternehmen oder Anteilen daran, rechtzeitig an die Unternehmensnachfolge denken. Da eine alleinige testamentarische Verfügung meist nicht ausreicht, empfehlen wir, einen erfahrenen Anwalt aufzusuchen und sich mit diesem zu beraten.

    Dieser arbeitet ein passendes Testament aus und passt falls erforderlich Gesellschaftsverträge an. Den Änderungen müssen alle Gesellschafter zustimmen.

Abmahnung seitens des Arbeitnehmers

  • Das Recht zur Abmahnung haben grundsätzlich beide Vertragsparteien. Arbeitnehmer wissen dies meist nicht. Sie sehen auch kaum einen Sinn darin, den Arbeitgeber abzumahnen. Bei Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften oder bei unregelmäßigen Lohnzahlungen kann eine Abmahnung des Arbeitgebers aber sehr wichtig sein. Wer den Betrieb wegen der Verletzung vertraglicher Pflichten aus dem Arbeitsvertrag verlassen will, sollte zunächst abmahnen und mit Kündigung drohen. Dies kann vor negativen Folgen in Bezug auf das Arbeitslosengeld schützen.

Noch Fragen zur Unternehmensnachfolge?

  • Rufen Sie uns an, wir bieten Ihnen eine kompetente Beratung und verhandeln bei Bedarf auch mit Anteilseignern, um einen neuen, für die gewünschte Nachfolge, passenden Gesellschaftsvertrag auszuarbeiten.