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Maklerrecht

Rechte und Pflichten eines Maklers

Regelungen des Maklerrechts

Entgegen der häufig anzutreffenden Meinung gibt es kein explizites Maklerrecht. Das BGB regelt die Vergütung, im Wohnungsvermittlung geht es ausschließlich um das Makeln von Mietwohnungen und die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) befasst sich mit den die Pflichten der Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger, Baubetreuer und Wohnimmobilienverwalter. Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wird, dass es bei der Vermittlung von Immobilien häufig zu Streitigkeiten kommt, die auf Unkenntnis der entsprechenden Verordnungen beruhen.

Vergütung der Maklertätigkeit

Sofern es nicht um die Vermittlung einer Mietwohnung geht, können Auftraggeber und Makler die Höhe der Provision frei vereinbaren. Eine Aufteilung der Maklerkosten auf Verkäufer und Käufer ist üblich, aber nicht durch Gesetz geregelt. Gemäß § 652 BGB entsteht ein Lohnanspruch, wenn für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrags oder die Vermittlung eines Vertrages erfolgt ist. Dies gilt nach § 653 BGB in der Regel auch ohne gesonderte Vereinbarung über die Provision. Allerdings darf der Makler nur für eine der Vertragsparteien tätig werden und die Höhe des Maklerlohns muss verhältnismäßig sein. Üblich sind Beträge in Höhe von 6 bis 7 % der Kaufsumme.

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Bestellerprinzip im Maklerrecht

Das Bestellerprinzip besagt, dass nur derjenige eine Rechnung bezahlen muss, der die Leistung beauftragt hat. Diese Regelung ist bisher im Maklerrecht nur in §2 des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung (WoVermRG) festgeschrieben. Bemühungen aus dem Jahr 2018, das  Bestellerprinzip im Maklerrecht auch für den Kauf von Immobilien zu verankern, scheiterten. Im aktuellen Gesetzesentwurf von 2019 ist eine Weitergabe der Maklerkosten bis zu einer Höhe bis zu einer maximalen Obergrenze von 50 Prozent des insgesamt zu zahlenden Maklerlohns vorgesehen.

Ausbildung des Maklers

In Deutschland benötigen Makler lediglich eine behördliche Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung, das heißt er muss seine persönliche Zuverlässigkeit und geordnete Vermögensverhältnisse nachweisen. Eine Berufsausbildung ist nicht vorgeschrieben.

Beauftragung eines Maklers

Vielen Verkäufern ist nicht klar, dass bereits ein Kaufvertrag, der durch den Hinweis eines Maklers auf einen Interessenten zustande kam, einen Anspruch auf Provision auslöst. Ein Nachweismakler kann allerdings nur eine geringere Entlohnung beanspruchen als ein Vermittlungsmakler, der den Kaufakt bis zum Anschluss betreut.

Als Auftraggeber haben die 3 Optionen einen Makler aktiv zu beauftragen. Das Maklerrecht kennt:

  • den Allgemeinauftrag, bei dem der Auftraggeber auch selbst Käufer suchen kann und mehrere Makler gleichzeitig beauftragen darf, 
  • den Alleinauftrag, bei dem der Auftraggeber zwar selbst Interessenten suchen darf, aber keine anderen Makler einschalen darf. Bei Verstößen gegen die Regelung muss der Auftraggeber meist beiden Maklern Provisionen zahlen,
  • den qualifizierten Alleinauftrag, bei dem jeder Interessent an den zu verweisen ist. Ein Abschluss verpflichtet immer zu Provisionszahlung.

Probleme mit einem Makler – rufen Sie uns an

Wir prüfen, ob ein Anspruch auf Maklerlohn zu Recht besteht und ob er gemäß den Landesgesetzen im üblichen Rahmen liegt. Natürlich helfen wir auch, bei der Prüfung von Haftungsansprüchen, die auf fehlerhafter Tätigkeit eines Maklers basieren.