Jetzt beraten lassen!

030 23 62 00 90

Räumungs­klage

Wir beraten Vermieter und Mieter bei allen Fragen im Räumungsverfahren

Räumungsklage erhalten – das können Sie dagegen unternehmen

Für Mieter ist die Zustellung einer Räumungsklage meist ein Schock. Sie fürchten in wenigen Wochen aus der Wohnung ausziehen zu müssen und eventuell obdachlos zu werden. Wenden Sie sich an uns, denn aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, dass eine Räumung der Wohnung nicht so einfach ist. Sie haben gute Aussichten, noch lange in der Wohnung verbleiben zu können.

Der lange Weg durch die Instanzen

Wenn Sie sich als Mieter gegen die Räumungsklage wehren, vergeht eine lange Zeit, bevor Sie die Wohnung verlassen müssen. Vom Kündigungsgrund bis zum Härtefall prüfen Gerichte, ob das Begehr der Räumung des Vermieters berechtigt ist.

Wir prüfen Ihren Fall sofort

Sie können von uns schnell eine Ersteinschätzung Ihres Falls bekommen. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder vereinbaren Sie kurzfristig einen persönlichen Termin per Telefon : 030 23 62 00 90 - Jetzt anrufen & beraten lassen!

Anerkannte Gründe für die Kündigung von Wohnraum

Eine Räumungsklage ist an eine rechtmäßige Kündigung gebunden. Das BGB erlaubt laut den §§ 568–577a eine Kündigung von Wohnraum nur unterbestimmten Voraussetzungen. Es muss ein wichtiger Kündigungsgrund vorliegen.

Übliche anerkannte Begründungen sind:

  • Der Mieter ist mit zwei Monatsmieten im Verzug
  • Regelmäßige verspätete Mietzahlung
  • Nutzung der Wohnung zu gewerblichen Zwecken
  • Unerlaubte Überlassung der Wohnung an Dritte
  • Vermieter benötigt die Wohnung für sich oder nahe Angehörige

Im Fall der Räumungsklage prüft das Gericht, ob einer der Gründe vorliegt, und ob der Mieter trotz des Grundes ein Recht hat in der Wohnung zu bleiben. Im Falle einer Kündigung wegen eines Mietrückstandes wird die Räumungsklage hinfällig, wenn der Mieter den Rückstand ausgleicht oder eine öffentliche Stelle diesen übernimmt. Dies regelt § 569 Abs. 3 Satz 2 .

Was geschieht nach der Wohnraumkündigung?

Der Vermieter kann im Kündigungsschreiben eine Frist setzen, bis zu der der Mieter die Kündigung anerkennen muss, bevor er die Räumungsklage einreicht. Er hat aber auch die Option zeitgleich mit der Kündigung der Klage anzureichen.

Das Gericht zeigt die Klageeinreichung dem Mieter an. Es setzt ihm eine Frist von 14 Tagen zu erklären, ob er sich gegen die Räumung wehren will. Nun hat er weitere 14 Tage Zeit die Verteidigung zu begründen. Wenden Sie sich am besten sofort nach bekannt werden der Räumungsklage an uns, damit wir eine Strategie festlegen können.

Räumungsklagen scheitern oft an Formfehlern der Kündigung

Zunächst befasst sich das Gericht mit der Kündigung. Ist diese schriftlich und fristgerecht erfolgt? Sind die dargelegten Gründe ausreichend, um als Kündigungsgrund anerkannt zu werden.

Die Wohnraumkündigung muss zwingend schriftlich als Brief erfolgen. E-Mail, Fax, SMS, ein persönliches Gespräch oder ein Telefonanruf reichen nicht aus. Nur eine eigenhändig vom Vermieter unterschriebene Kündigung in Papierform erfüllt die formalen Bedingungen einer korrekten Kündigung. Dies gilt auch bei einem mündlichen Mietvertrag.Das Kündigungsschreiben muss darüber informieren, welche Wohnung und welcher Vertrag gekündigt wird. Es muss die Frist nennen und den Grund der Kündigung. Die Räumungsklage ist hinfällig, wenn die Kündigung nicht rechtmäßig war. Daher prüfen wir grundsätzlich zunächst die Wohnraumkündigung,

Oft erkennt das Gericht die Kündigung als rechtmäßig an, aber es verneint den Anspruch auf Räumung. Mieter können sich auf eine außer ordentliche Härte berufen, um eine Räumung zu verhindern. Meist bewirken hohes Alter, schwere Krankheit, lange Mietdauer oder berufliche Gründe, dass das Gericht die Räumung aussetzt. Etwa sechs Monate gewähren die Gerichte üblicherweise bei einem bevorstehenden Examen. Da Krankheiten in der Regel über Gutachten belegt werden müssen, kann sich ein Verfahren auch über Jahre erstrecken.

Kein Auszug trotz verlorenem Räumungsprozess

Ihnen als Mieter stehen noch weitere Rechtsmittel zur Verfügung, um einen drohenden Auszug zu verhindern. Wir prüfen das Urteil und erwägen zusammen mit Ihnen, ob eine Berufung sinnvoll ist. In vielen Fällen lässt die Begründung des Urteils aus erster Instanz darauf hoffen, dass der Richter der Berufungsverhandlung anders urteilt.

Sie haben aber auch die Option eine Verlängerung der Räumungsfrist zu beantragen oder einen Antrag auf Vollstreckungsschutz zu stellen (§ 765a ZPO). Wenn Sie nachweislich keinen für Sie geeigneten Wohnraum finden, wird es schwer für den Vermieter, eine Räumung durchzusetzen.

Mit dem Vermieter verhandeln

Wir über nehmen gerne Verhandlungen mit dem Vermieter, denn eine Räumungsklage und eine Zwangsräumung sind für den Vermieter mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden. Hinzukommt, dass er keine Gewissheit hat, wann er tatsächlich über den Wohnraum verfügen kann. Aus diesem Grund kann er durchaus bereit sein Ihnen finanziell entgegenzukommen, wenn Sie die Wohnung freiwillig räumen.

Rufen Sie uns an, wenn es um das Thema Räumungsklage geht

Egal ob Sie als Mieter eine Räumungsklage erhalten haben oder ob Sie als Vermieter eine Wohnung räumen wollen, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns. Als langjährig im Mietrecht erfahrene Anwalt, setzen wir Ihre Belange durch oder arbeiten zusammen mit allen Beteiligten eine tragbare Lösung aus.