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Wahl der Gesell­schafts­form

abwägen der Vor- und Nachteile verschiedener Gesellschaftsformen

Welche Gesellschaftsform passt zum eigenen Unternehmen?

Die Frage nach der Gesellschaftsform entscheidet sich an den unterschiedlichsten Kriterien. Die Anzahl der Gesellschafter, die Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung und die Haftung sind in der Regel ausschlaggebend für die Entscheidung. Auch eine mögliche Bilanzierungs- oder Publikationspflicht sind oft entscheidend.

Zahl der Gründer

Einzelunternehmer können sich für eine GmbH, eine Unternehmergesellschaft (UG) oder die Gesellschaftsform eingetragener Kaufmann entscheiden. Auch eine einfache Gewerbeanmeldung ist möglich. Bei einer überschaubaren Anzahl von Gründern bieten sich die Personengesellschaften wie GbR, OHG, KG an oder die Kapitalgesellschaften GmbH, Limited beziehungsweise UG. Wenn viele Personen an der Gründung beteiligt sind, kommt eher eine GmbH oder AG infrage. 

Faustregel: Je mehr Gründer umso genauer muss der Gesellschaftsvertrag geregelt werden.

Haftung und Kapitalbeschaffung

In der Praxis ist die Kapitalbeschaffung deutlich schwieriger bei einer Beschränkung der Haftung auf eine Stammeinlage als bei Gesellschaftsformen mit unbeschränkt haftenden Gesellschaftern.Oft geben Banken einer GmbH nur Kredit, wenn ein Gesellschafter bereit ist auch mit dem Privatvermögen zu haften. Je geringer die Stammeinlage, umso schwieriger gestaltet sich eine Kreditaufnahme. Bei der Gründung ist aber auch zu bedenken, dass eine hohe Stammeinlage zur Hälfte sofort zur Verfügung stehen muss und eine Verpflichtung besteht diese im vollen Umfang einzubringen.

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Aufwand und Kosten der Gründung

Der Aufwand und die Kosten für die Gründung einer Kapitalgesellschaft sind deutlich höher als bei Gründung einer GbR. Aber zu bedenken ist, dass gerade der Aufwand vor Fehlern schützt. Denn während bei der GbR auch mündliche Absprachen ausreichen, erfordert die Gründung einer GmbH einen notariellen Vertrag. Wir raten davon ab, einen größeren Aufwand bei der Gründung zu scheuen. Ein durch einen Rechtsanwalt ausgearbeiteter Gesellschaftsvertrag ist die beste Basis für eine gute geschäftliche Beziehung ohne Streitigkeiten. Auch mit Beratung und den sonstigen rechtlichen Formalitäten kostet die Gründung einer Kapitalgesellschaft in der Regel höchstens 1.000 Euro, meist sind die Kosten niedriger.

Bilanz, Steuer und Publikation

Zu diesen Themen sollten sich Gründer einige Gedanken machen.

  • Bei Gesellschaftsformen, die nicht in das Handelsregister eingetragen werden müssen ist meist eine vereinfachte Buchhaltung, die Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) möglich. Bei Gesellschaftsformen, die im Handelsregister eingetragen werden, besteht die Pflicht zur doppelten Buchführung. Letztere ist ohne Steuerberater kaum möglich.
  • Einzelunternehmer und Personengesellschaften haben einen Gewerbesteuerfreibetrag von 24.500 Euro pro Jahr. Bei Kapitalgesellschaften steht dieser nicht zur Verfügung.
  • Personengesellschaften können die Verluste in der Anfangszeit mit anderen Einkünften verrechnen. Ein Verlust verbleibt in einer Kapitalgesellschaft als Verlustvortrag und wir mit künftigen Gewinnen verrechnet.
  • Kapitalgesellschaften müssen jährlich den Jahresabschluss in das Unternehmensregister einstellen. Auch Meldungen wie Kapitalerhöhungen oder -herabsetzungen sowie Gesellschafterwechsel sind öffentlich zu machen.

Unter diesen Aspekten sollte vor der Wahl der Gesellschaftsform ein Gespräch mit einem Steuerberater erfolgen.

Noch Fragen zur Wahl der Gesellschaftsform?

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